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Aktuell

30.12.2011

Waren heute Barr beim Dämpfer-Abstimmen... ;-)

Am 26. noch am Gehrenberg gewesen, hier ein Bild kurz vor der Entjungferung.


27.12.2011

2 aktuelle Sachen:

Momentan ist die Serie unserer 2012er-Downhillbikes (Doubledragon RIP) in Fertigung. Ich wollte hier mal einige Details nennen:

 

Es ist mittlerweile die dritte Generation von meinem persönlichen Traum, auf den ich nun seit über 5 Jahren hinarbeite. Im Herbst 2006 entstand das Konzept: Es sollte ein Downhillbike sein, welches auf Grund seiner Simplizität einen einfachen und idealen Lastfall für den Rahmen darstellt und somit Leichtbau ohne Sicherheitsrisiken darstellt: Ein Diamantrahmen! Was die Belastung angeht, hier wird das Oberrohr auf Druck und das Unterrohr auf Zug belastet (vereinfacht ausgedrückt... ). Die Auflagerreaktionen des Federungssystems dürfen keinesfalls so eingeleitet werden, daß sie unnötig Biegemomente auf den Hauptrahmen oder Hinterbau bringen (wie es bei fast allen Rahmen der Fall ist). Ferner bin ich von  4-Gelenkern angetan, da man als Konstrukteur (entsprechende Befähigung vorausgesetzt) sehr gute Möglichkeiten hat, die Federungscharakteristik und Raderhebungskurve zu beeinflussen. Zu allem Überfluss kann man die Umlenkhebel so legen, dass sie zusätzlich als Bremsmomentabstützung fungieren. Das Ergebnis war ein VPP-ähnlicher 4-Gelenker mit schwimmend gelagertem Dämpfer. Diese Konstruktion verschwand nun fast 3 Jahre mehr oder weniger in der Versenkung (ok, in diesen 3 Jahren gab es ca. 30 verschiedene Varianten was die Charakteristik des Hinterbaus anging: Linear, Linear am Anfang mit extrem progressivem Ende, etwas Progression in der Mitte des Federwegs, etwas mehr Progression etc.). Eigentlich hatte ich mittlerweile schon gar nicht mehr vor, das Bike wirklich zu bauen. Bis ein paar Jungs aus meinem Verein meinten, sie wollten genau so einen Rahmen haben. Deswegen kümmerte ich mich im Herbst 2009 um die Fertigung eines Prototypen, welcher im Februar 2010 auch wirklich da stand. Dieser machte die komplette Rennsaison 2010 mit, und auf diesem Bike wurden diverse Plätze in den Top-10 der Lizenz-Masters-Klasse des IXS European Downhillcups eingefahren (EDC Leogang 2010 Platz 7, Finale des IXS EDC 2010 in Châtel Platz 6... insgesamt stand dieser Rahmen bei 7 Downhillrennen am Start). 

Parallel dazu wurde die Konstruktion verfeinert und optimiert, um den Weg für die Serie für unser Team (GForce Downhill Racing www.gforceracing.de) zu bahnen. Unsere G-Bikes sollten in Fertigung gehen.

Meinem Kumpel Jesse Farrel von Doubledragon-Bikes gefiel mein Rahmen sehr. Man einigte sich darauf, in Zukunft zusammen zu arbeiten. Somit wurde die G-Bike-Serie um einige Rahmen erweitert, welche den Doubledragon Destructor darstellten. Diese Bikes wurden von uns ausgiebig gefahren, so fuhr z.B. Gaetano Caccamo beim IXS Swiss Downhillcup in Chur dieses Jahr auf seinem G-Bike den Sieg in der Klasse Senioren ein, meine Wenigkeit wurde 8ter bei der Masters-EM in Kranjska Gora, 6ter bei der deutschen Meisterschaft in Bad Wildbad und ERSTER beim IXS Swiss Cup in Disentis! (what a feeling... man stelle sich folgende Situation vor: Du kommst zu einem Rennen... bei der ersten Abfahrt bemerkst Du, dass diese Strecke einfach anders ist... brutaler als alles andere, was Du bislang im Rennen unter Dir hattest (und das sind an die 100 Rennen in 13 Jahren). Du rechnest fest damit, im letzten Drittel zu landen, zumal die schweizer Lizenz-Masters-Klasse extrem fähig ist... trotzdem gibst Du Dein Bestes, und wie Du Deinen Seedingrun beendest, wunderst Du Dich, dass Du Erster bist, mit 28 Sekunden auf den 2ten... Du glaubst an einen Fehler in der Zeitmessung oder so... am nächsten Tag fährt Du Deinen Finallauf... Du startest als Letzter Deiner Klasse (woh, what a Feeling!!), und  im Zielhang siehst Du wenige Meter vor Dir den 2t-platzierten des Seedings gerade die Ziellinie kreuzen - (und der ist ja 30 Sekunden vor Dir losgefahren - wtf???!!)  Du kommst durchs Ziel - Du schaust auf die Anzeigetafel - Du siehst die "1" und dahinter wird wenig später Dein Name eingeblendet  "Matthias Reichmann", - 24 s... und Du weißt genau, daß hinter Dir keiner mehr kommt! Nach 13 Jahren Racing, endlich einen annähernd perfekten Lauf auf einem für diese Strecke perfekten Bike!! Sowas will ich öfter machen! (war vermutlich das erste und letzte Mal, aber ok).

Zurück zum Thema, sowas will ich jetzt öfter: Dazu kann man sein Bike noch etwas verfeinern. Während der Saison 2011 habe ich konstant am Nachfolgermodell gearbeitet. Hier die Hauptunterschiede:

- Der Destructor bzw. das G-Bike hat einige Gewinde im Hauptrahmen - nicht gut, nicht idiotensicher

- Ich fahre mit meinen 71 Kilochen eine 450er-Feder auf dem 222er-BOS-Dämpfer - über 550er sollte man nicht fahren, der Dämpfer ist für sowas nicht gedacht, was bedeutet, dass dieser Rahmen nicht für Fahrer über 90 Kilo geeignet ist. Ein längerer Dämpfer muß her, 241 wäre perfekt - weshalb die gesamte Kinematik leicht überarbeitet wurde: Die obere Anlenkung entfiel (was den Rahmen um gute 200 Gramm leichter macht) und die Lagerpunkte wurden leicht modifiziert. Der Untere Hebel erfährt so weitaus weniger Biegemoment, weshalb man diesen bei gleicher Sicherheit um fast 200 Gramm leichter ausführen kann.

-Die Geometrie war spot-on (ich möchte bemerken, dass ich mein Tretlager etwas tiefer (341mm) habe als die anderen außer Maxi), weshalb diese für den 2012er Doubledragon-Rahmen so beibehalten wurde, lediglich das Oberrohr wurde um 8 mm länger (Reach 398 mm), und es kam ein L-Rahmen mit einem Reach von 420 mm dazu.

- Die Federung ist sehr sportlich und nicht so das Sonntagssetup für den Familienvater - weshalb man beim neuen Rahmen es einstellen kann: 203 mm progressivem Federwegs bei 342 mm Tretlagerhöhe, Charakteristik ähnlich wie beim Destructor, oder 219 mm linearem Federwegs und Tretlager auf 355 mm. Der Lenkwinkel beim hohen Setup beträgt 64 Grad, im tiefen kommen wir auf 63°.

- Der ganze Rahmen wurde (bei gleichen Rohrsätzen) um gute 500 Gramm leichter und wiegt nun noch ca. 3,85 kg ohne Dämpfer.

Und hier sind wir nun angelangt, heute habe ich den ersten Rahmen dieser Serie am Gehrenberg auf meinen Haustrails entjungfert!

Es scheint alles bestens zu passen, die Serienfertigung im Hause Müller (www.im-sportraeder.de) kann im neuen Jahr weiter gehen!

Weitere Infos über Details und Geometrie unseres Projekts findet Ihr in den nächsten Tagen hier online!!

Vorab ein Bild unseres Prototypen:

 


hier noch ein Bild aus dem CAD (gerendert mittel Keyshot 2 64):

 



Dezember 2009

 

Hat sich viel getan, hab n neuen Job und  n neues Bike.


29.04.2008

Nachtrag, wurde am 25. am Sprunggelenk operiert. Zum Vorschein kam zusätzlich eine Knorpelabspitterung, welche auf den Röntgenbildern so nicht ersichtlich war. Konnte glücklicherweise fest gepinnt werden, die Bänder konnten ohne Komplikationen genäht werden. Ich fühle mich wie eine geschlachtete Sau – ich hasse Operationen, und ich hasse stationäre Krankenhausaufenthalte!! Zum Glück bin ich wieder zu Hause.

 

20.04.2008

 

War beim „Spaßhaben“ in Bad Wildbad – meine Saison ist vorerst abgehakt, bin etwas unklug auf meinen Beinen gelandet (um einen Sturz zu verhindern) und dabei mit dem linken Sprunggelenk heftigst umgeknickt – ab ging’s ins Krankenhaus nach Neuenbürg, Diagnose: Alle Außenbänder gerissen. Empfehlung ds Arztes: Aufgrund der Komplexität der Verletzung wird mir eine Operation empfohlen (Außenbänder werden in den meisten Fällen nicht operiert, nur wenn alle ab sind und das Gelenk absolut gar keinen Halt mehr hat).

 

01.04.2008- 12.04.2008

 

Lustiger Kurzurlaub nach Morelia, Mexiko!

Scherz, wir (ich und mein Arbeitskollege Laurentiu) waren dort im Auftrag unseres Brötchengebers Alstom bei Alstom Mexiko in einer Geheimmission zum einem Re-Engineering-Projekt. Wir hatten täglich 11 bis 12 Stunden Arbeit, auch am Samstag und Sonntag, und konnten es an unserem letzten Tag Arbeitstag vor unserem Abflug (Donnerstag) perfectly in time vollenden!

Ursprünglich war geplant, eine Woche früher nach Morelia zu fliegen und auch entsprechend früher zurück zu kehren. Denn am 12.-13. April wäre mein Saisonauftakt 2008 in dem Örtchen Barr in den Vogesen gewesen. Das konnte ich mir nun leider abschminken… top vorbereitet, Startgebühr frühzeitig überwiesen… naja, das nächste Rennen kommt bestimmt, bzw. nächstes Wochenende will ich nach Wildbad, ein bisschen Trainieren und Spaß haben.

 

Übrigens, in Barr wurden meine Tuninghebel das erste mal äußerst erfolgreich im Renneinsatz gefahren – Falco wurde 2t bester Deutscher (Platz 5 overall)!!!!

 

 

16.03.2008

 

Gesten waren mein Arbeitskollege M. v. K. und ich bei der Snow-Bike-Downhill-Night 2008 an der Mörlialp bei Giswil! www.auerpower.ch

Hier fand wie jedes Jahr Mitte März ein Snow-Downhill-Rennen bei Nacht statt. Die Bedingungen waren von der anstrengenden Sorte, denn es gab zwar genug weißes Zeig, jedoch war das kein wirklicher Schnee mehr, eher Schneematsch. Man sank nterhalb einer gewissen Geschwindigkeit sofort ca. 20 cm ein, was ein schnelles Vornakommen vollständig unterband (ein Feeling wie beim Windsurfen mit dem Sinker, wenn man aus dem Gleiten kommt, steht man gleich fast).

Mein Rennlauf war nicht von der guten Sorte, so erwischte ich einen extrem miesn Start, und zu allem Überfluss rutschte ich auf dem Zielsprung seitlich weg, was zu einem spektakulären Sturz mit viel Airtime führte.

Nach dem Teamrennen fuhren wir auch gleich nach Hause.

Am nächsten Morgen musste ich feststellen, dass dieser total verpatze Lauf mir den DRITTEN PLATZ einbrachte! (tja, und bei der Siegerehrung abwesend gewesen!). in der Teamwertung waren wir auf Platz 5, mein Teamkollege Maxi wurde 17ter, Maarten wurde 26. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass das Fahrerfeld fast 100 Starter umfasste!!

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Übrigens wurde auch gestern die erste Serie meiner Tuninghebel für Cannondale Judge –Rahmen fertig!!

Hier ein paar Bilder!! (Besten Dank an Lukas Scheidgen, der uns die Hebel fräste!!!)

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26.02.2008

 

Gestern sind wir vom Downhillfahren auf der DH-Strecke bei San Romolo zurück gekehrt. San Romolo ist ein Dorf im Gebirge hinter San Remo, die Strecke geht den Monte Bignone hinab.

Nun zur Örtlichkeit: Man stelle sich Folgendes vor: mitten im Gebirge, mit traumhaftem Blick über das 800 m tiefer gelegene Mittelmeer logierten wir in einer Ferienwohnung in San Romolo!! Die Strecke hatte sozusagen ihre „Talstation“ in San Romolo, von dort an ging es schmale, sehr steile Serpentinen den Monte Bignone mit dem Crafter hinauf (ca. 300 – 400 hm?). Oben erwartete uns nach ca. 1 km langem Einfahren der Start einer Downhill-Strecke, die sich gewaschen hatte: Nicht umsonst ist diese Strecke das bevorzugte Wintertrainingsareal nahmhafter Worldcup-Pros!! Oben mit mäßigem Gefälle wird einem auf extrem felsige Art und Weise nach dem ersten Tag bei gebracht, was Gelenkschmerzen in den Fingern sind. Dann hat man 2 Möglichkeiten: Gerade aus weiter um die flowigen, wenige cm hohen Naturanlieger eines Singletrails mit 50 Sachen zu durchschießen, oder man nimmt den Verlauf der eigentlichen Downhillstrecke an und biegt rechts ab in den im Wald befindlichen Steilhang. Hier total anders, schön steil, mit Felsen druchsetzter Waldboden. Extrem technisch und verwinkelt. Ganz unten ballert man durch die Maccie, um an einem Parkplatz herauszukommen, an welchem stets der jeweilige „Fahrdienst“ auf uns wartete. Nach dem ersten Tag hatte ich ordentliche Schmerzen in den Fingern vom Halten des Lenkers, diese verschwanden jedoch im Velauf des zweiten Tages, als langsam Flow und Routine die Abfahrten zu beherrschen begann. Wir hatten traumhafte 4 Tage, um uns perfekt für die Saison 2008 vorzubereten!! Dankeschön an Falco für die Buchung der Unterkunft und die Organisation des Crafters!

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Unterer Teil der DH-Strecke bei San Remo, Rider: Matthias, Fotorgaf: Dani (Danke!!)

 

10.02.2008

 

Letzte Nacht fräste ich die ersten Prototypen „Tuninghebel“ für das Cannondale Judge. Dieser „Tuningsatz“ verbessert die Laufruhe des Bikes durch eine Änderung des Lenkwinkels (63,2° statt 64°)  während sich der Hinterbau um ca. 5 mm verlängert und das Tretlager um 8 mm absenkt (ohne Änderung des Federwegs oder der Federungscharakteristik). 

In Wildbad eingebaut konnte F.R. diese Hebel sofort an seinem Cannondale auf der dortigen Downhill-Strecke testen. Resultat: Das Bike war davor gut, jetz ist es perfekt!

 

Bei dieser Gelegenheit konten wir übrigens die nagelneue, an diesem Tage frisch von Marcus Klausmann gesteckte Streckenführung der DH2 testen!! Diese Line wird übrigens als Rannstrecke für den IXS-Cup 2008 dienen! Fazit: Flowiger als die alte DH2, verwinkelter als die aktuelle DH1! Mir gefällt sie sehr gut!

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